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    Wen interessiert das?

    Sind Ihnen auch schon diese Aufkleber aufgefallen? Sie prangen an Autos – meist hinten und oft an Fahrzeugen wie dem KIA Carens und dem Peugeot 807. Ganz selten bis gar nicht auf einem Mercedes Benz SLK oder einem Audi TT. Sie mögen denken: “Oha! Die letztgenannten Fahrzeuge sind PS-gewaltig, während erstgenannte diesbezüglich darben.“ Womit ich mit dem Opel Tigra Twin Top kontere, der es selbst mit der größten Motorisierung auf überschaubare 125 PS bringt. Nun mögen Sie denken: „Heureka, ich hab’s. Letztere sind Fabrikate deutscher Autoschmieden und erstgenannte sind aus des Autobaus unkundigen Ländern.“ Solch törichter Einschätzung begegne ich mit einem trockenen „Citroën C3 Pluriel“, einem Cabrio wie SLK und TT, welches in einem Land gebaut wird, das eher für Stangenbrot und überteuerten Rotwein steht, und in Sachen Kraftpotential noch hinter oben genanntem Opel rangiert.

    Oft sind bei ersteren auch hinten an den Kopfstützen kleine Bildschirme befestigt, was bei letztgenannten nie vorkommt. All denen, die jetzt denken: “Letztgenannte können an Personen nur zwei aufnehmen, während erstgenannte derer sechs bis sieben aufnehmen können“ sei ein „Bravo“ entgegengeschmettert.

    Besagte Aufkleber zeigen in gestalterisch überschaubarer Weise Zeichnungen junger und jüngster, nur zwei Geschlechter kennender Menschen, entweder lächelnd oder mit Schnuller – oder beides. Darunter prangt immer auch ein Schriftzug, der häufig nur aus einem Wort wie Cheyenne, Shanaia, Celine, Leroy, Alarich oder Leon besteht, wobei gerade dieser gern auch mit dem Modell gleichen Namens der spanischen Firma SEAT verwechselt werden kann. Dem kann mit dem Zusatz „an Bord“ entgegengesteuert werden. Derlei hässliche Zeichnungen und der Zusatz werden auch gerne miteinander kombiniert.

    Nun stellt sich mir ad hoc die Frage nach Sinn und Zweck. Da außen und hinten angebracht, kann sich die Botschaft nicht an die im Innern befindlichen Personen richten, denn erstens ist davon auszugehen, dass die vorne befindlichen Passagiere bereits über die Information verfügen und die hinten drapierten den Blick nicht vom Bildschirm abwenden, es sei denn, um sich über einen der anderen hinten drapierten zu beklagen. Wir können daher getrost davon ausgehen, dass sich die Information an Dritte außerhalb des Fahrzeuges richtet. Aber welchen Zweck verfolgt die Information?

    Als eher unwahrscheinlicher Grund erscheint mir die potentiell vereinfachte Identifizierung im Falle eines Unfalls, da die meisten Namen gewissen Modeerscheinungen unterliegen und deshalb für diesen Zweck wenig tauglich erscheinen. Auch stimmt die Anzahl der Bildchen nicht immer mit der Anzahl der im Fond befindlichen Personen überein und auch die richtige Reihenfolge (von links nach rechts) scheint nicht zwingend gewährleistet. Wozu also eine Berichterstattung, die dem Berichtenden nicht nützlich ist und den Empfänger in Ratlosigkeit zurücklässt?

    Und schon sind wir wieder beim Thema Projektmanagement gelandet.

    Wie wenig Aufmerksamkeit wird doch dem Thema Berichtswesen geschenkt. Während in früheren Zeiten (also ganz früher) mit Geschichten erzählen der Lebensunterhalt bestritten werden konnte und die Mächtigen Herolde in die Lande schickten, um wichtige Nachrichten zu verbreiten (zum Beispiel Steuererhöhungen), wird Berichtswesen in unseren Zeiten oft als ungeliebter und bürokratischer Akt gehandhabt. Methoden wie „elevator pitch“ oder „story telling“ sind en vogue, aber warum werden diese spannenden Ansätze so wenig genutzt? Ich behaupte, insbesondere weil die Berichtenden sich zu wenig Gedanken darüber machen, was den Adressaten interessiert und die zu verwendenden formalisierten Templates zu wenig Raum für Geschichten geben.

    Man stelle sich vor, dass die Personen auf den vorderen Plätzen in oben genannten Fahrzeugen anstelle von dämlichen Kindercartoons Gegenstände des Alltags als Motiv nutzen könnten und auch hinsichtlich des Textes mehr Freiheit hätten (also das Template nicht so einengend wäre). Wir alle hätten deutlich mehr Spaß an roten Ampeln, wenn der Name Thorben zusammen mit einer durchgestrichenen Glühbirne stünde. Auch die Kombination aus einschlägigen Gefahrensymbolen und Name wäre möglich. Die Namen könnten durch andere Bezeichnungen ersetzt werden, die das Erkennen erleichtern (der Blonde, die Hakennasige usw.). Auch die Personen im Fahrzeug würden profitieren. Die hinten würden mehr Aufmerksamkeit erfahren und die vorne echtes und gezeigtes Mitgefühl, vielleicht sogar lebenslange Freundschaften.

    Aber das setzt eben den Willen voraus, sich mit den Interessen Dritter auseinanderzusetzen – und die Möglichkeit, dem auch individuell Ausdruck zu verleihen.

    In diesem Sinne: Wer liest meinen Quark eigentlich?

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